„Gefahren von Cannabis werden unterschätzt“

StimmtHaltNicht – Ob die Gefahren des Kiffens tatsächlich unterschätzt werden, wissen wir nicht. Was wir allerdings wissen: Welt.de bietet eine unvollständige Statistik zum Thema an.
Demnach haben etwa „sieben Prozent der Patienten“ einer Suchtklinik eine „Cannabis-bezogene Störung“. Was, so liest es sich im Kontext, zeigen soll, wie groß die Risiken des Marihuanakonsums sind. Das Zitat stammt von Christian Vollmert, Oberarzt am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim.

Eine weitere Einordnung dieser Zahl folgt in der Meldung aber nicht. Das ist schade, denn so lässt sich mit dieser statistischen Aussage wenig anfangen.

Joint vor dem Anzünden. Quelle: Erik Fenderson/Wikipedia
Joint vor dem Anzünden. Quelle: Erik Fenderson/Wikipedia

Um diese Angabe bewerten zu können, müsste der Leser wissen: Wie viele Menschen im Einzugsgebiet nehmen Drogen – und wie vielen von ihnen geht es danach so schlecht, dass sie Hilfe bedürfen? Dann könnte man zum Beispiel beurteilen, ob Biertrinker häufiger oder seltener in der Klinik um Unterstützung bitten als Jointraucher.

Um eine Antwort auf die eingangs gestellte Frage zu erhalten, wäre es natürlich auch spannend, eine aussagekräftige Meinungsumfrage anzubieten: Unterschätzen tatsächlich viele Menschen die Gefahren des Kiffens? Vielleicht gibt es ja Marihuanafreunde, die sich über die Risiken ihres Handelns im Klaren sind – zumindest, während sie nüchtern sind.

Quelle: Welt.de, 25. Januar 2014 (Link)

2 Antworten auf „„Gefahren von Cannabis werden unterschätzt““

  1. Der Welt-Artikel bzw die Vollmert-statements kladdern ohne Kontext irgendwelche irgendwann beobachteten Effekte zusammen. Eher an sattsam bekannten Vorurteilen orientiert und völlig losgelöst von tatsächlichen Ergebnissen. ZB

    Viele berichteten, ohne Cannabis nicht schlafen zu können, unruhig und reizbar zu sein

    kenne ich nur aus Berichten von <Amphetamin>-usern. Und von einem Menschen, der seit Jahrzehnten an einer sich in einer massiven Schlafstörung manifestiert habenden Angst vor unsäglichen, unweigerlich auftretenden Alpträumen leidet – allerdings kennt er den Effekt erst durch meine ab+zu in den letzten 4-5 Jahren erfolgenden ‚Spenden‘.

    Vielleicht gibt es ja Marihuanafreunde, die sich über die Risiken ihres Handelns im Klaren sind – zumindest, während sie nüchtern sind

    Auch dann, wenn sie nicht nüchtern sind – was auch Grundbedingung für den Einsatz als Langzeit-Therapeutikum ist. Wer dagegen der Meinung sein sollte, sich andauernd in den Zustand ‚unansprechbar‘ zuzukiffen, hat selbstverständlich ein Problem – allerdings ist keineswegs klar, daß dies duch Cannabiskonsum bedingt ist.

  2. Ich hatte selbst lange Zeit unmd gut gekifft, doch plötzlich wehrte sich mein Körper schlagartig.. Bei jedem Joint kriegte ich plötzlich Herzrasen und Todes-Ängste und mich haute es nur noch weg..

    Da wusste ich, JETZT hab ich eine Grenze überschritten..

    Daher kann ich nur jedem raten, nach einigen Jahren Konsums sollte man seinen Konsun schon mal überdenken, denn der Körper „verkleistert“ mit der Zeit tatsächlich innerlich. Das merkt man doch schon beim törnen, wenn der Mund trocken wird und die Ausscheidungs-Öffnungen anfangen zu jucken (und nach Jahren auch die Gelenke Probleme machen)

    ICH führe das darauf zurück, das eben all die Schleimhäute durch das kiffen in ihrer ursprünglichen Funktion „gebremst“ werden und all DAS, was „geschmiert“ sein soll, plötzlich eben nicjht mehr so geschmiert wird.. Auf DAUER können sich also schon eklartante Fehlfunktionen einstellen, was man sich zumindest klar sein sollte.

    Weil ich gebe zu, ich war einige Jahre absoluter „Hardcore-Kiffer“ und DAS merke ich auch nach Jahren der Abstinenz auch heute noch in Form meiner schlimmen Vergesslichkeit und anderen körperlichen Problemen wie ewige Kreuz- und Gelenkentzündungen und häufigen anderen Problemen..
    Es ist also nicht sijnnvoll, sich einfach NUR die Rübe ab zu dichten, ein BISSCHEN Verantwortung sollte man sich selber gegenüber gewähren.

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