Schwangere brauchen Eisenpräparate

StimmtHaltNicht – Nicht alle Frauen, die ein Kind erwarten, müssen Nahrungsergängzungsmittel einnehmen, die Eisen enthalten. Das berichtet gesundheitsinformation.de. Die Fachleute haben für ihren Beitrag aktuelle Forschungsarbeiten ausgewertet.

Allerdings gibt es auch Schwangere, denen Eisenpräparate nützen. Das sind Frauen, die an Blutarmut – fachsprachlich Anämie – leiden.

Allen anderen bringt es wenig, auf Verdacht entsprechende Tabletten oder Tropfen zu schlucken. Es reicht, genügend Eisen über die Nahrung aufzunehmen.

Lebensmittel, die viel Eisen enthalten, sind:

  • Fleisch, insbesondere Leber
  • Getreide, vor allem Vollkornflocken
  • Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen
  • geringe Mengen an Eisen verbergen sich auch in grünem Blattgemüse, etwa in Feldsalat, Spinat und Kräutern wie Petersilie und Kresse

Und warum brauchen Menschen überhaupt Eisen? Dieses chemische Element ist im Farbstoff der roten Blutkörperchen enthalten, dem sogenannten Hämoglobin. Rote Blutkörperchen transportieren – mithilfe des Hämoglobins – Sauerstoff in Gewebe und Organe des Körpers. Fehlt Eisen, sinkt die Menge des roten Farbstoffs im Blut, was die Versorgung der Zellen beinträchtigen kann.

Wer weitere Fragen zu Schwangerschaft und Geburt hat: Gesundheitsinformation.de hat in einem umfangreichen Special Antworten für werdende Eltern zusammengestellt.

Quelle:
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)/gesundheitsinformation.de (2014). Benötigen alle schwangeren Frauen Eisenpräparate? (Link)

Schöne Menschen, Wasser das schlau macht und mehr

KurzVerlinkt – Sex hilft gegen Kopfschmerzen? Vegetarier sind kranker als Fleischesser? Das stimmt selbstverständlich beides nicht, und wir haben darüber geschrieben.

Es gibt aber natürlich noch viel mehr Dinge, die nicht stimmen, die seltsam und manchmal auch lustig sind. Nicht alle Themen, die wir interessant finden, schaffen es letztlich in diesen Blog. Das ist eigentlich schade. Deshalb posten wir ab jetzt unregelmäßig Links zu Beiträgen, die zwar spannend sind, denen wir aber nicht weiter nachgegangen sind.

  • Sind schöne Menschen bessere Sportler? Das klingt nicht nur weit hergeholt – es stimmt halt auch nicht, schreibt die Wissenschaftsjournalistin Erika Engelhaupt. In ihrem Blogpost „Attractiveness studies are hot, or not“ seziert sie Studien und Medienberichte, die Zusammenhänge zwischen Attraktivität und wünschenswerten Eigenschaften behaupten. (Link)
  • Helfen Vitamin-D-Nahrungsergänzungsmittel gegen Depressionen? Bisherige Studien zu dieser Frage sind methodisch mangelhaft, sagen Medizinier um Jonathan Shaffer. Nachdem die Forscher sich sieben halbwegs aussagekräftige Veröffentlichungen angesehen haben, kommen sie zu dem Schluss: Insgesamt gab es keinen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Ergänzungsmitteln und der Besserung depressiver Symptome. Allerdings fanden sie in zusätzlichen Auswertungen durchaus Effekte. Antworten können nur bessere Studien geben. (Abstract)
  • Die beliebtesten Extrakte für pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel stammen in Europa übrigens aus: Ginkgo, Gemeiner Nachtkerze, Artischocke und Ginseng. Das berichten Wissenschaftler im Fachmagazin Plos One. Der Beitrag hat eine der längsten Liste von Interessenkonflikten, die wir je gesehen haben, aber das nur am Rande. (Volltext)
  • Auch wir hatten über Manfred Spitzers Thesen zur digitalen Demenz berichtet. Nun haben Medienpsychologen gezeigt, wie wenig Spitzers Behauptungen tatsächlich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen übereinstimmen. (Volltext)
  • Die Intelligenzforscherin Tanja Gabriele Baudson entdeckt in einem amerikanischen Supermarkt Wasser, das schlau machen soll. (Link)