Ein hoher Cholesterinwert muss behandelt werden

StimmtHaltNicht – Zwar sind zu hohe Werte von Cholesterin ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen; sie erhöhen zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts. Allerdings ist ein hoher Cholesterinwert selbst keine Krankheit. Und wie hoch das Risiko für ernsthafte Schädigungen ist, können Ärzte nur beurteilen, wenn sie auch andere Einflüsse berücksichtigen. Dazu zählen zum Beispiel Alter, Geschlecht, Rauchen und familiäre Veranlagung.

Auf www.gesundheitsinformation.de haben wir ein schönes Beispiel dafür gefunden: Bei zwei 50-jährige Frauen wird der gleiche Cholesterinwert gemessen. Eine von beiden, Isolde, raucht. Ihr Vater hatte einen Herzinfarkt noch bevor er 55 Jahre alt wurde. Isoldes Risiko, selbst in den nächsten zehn Jahren einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden, liegt bei 18 Prozent. Dagegen hat eine andere Frau, Verena, die tabakfrei lebt und keine familiäre Vorgeschichte aufweist, ein Risiko von nur vier Prozent.

Das Beispiel ist nur ein kleiner Schnippsel aus der Gesundheitsinformation.de-Zusammenstellung. Wer sich intensiver in das Thema einlesen möchte, dem empfehlen wir die Beiträge:

  • Was ist Cholesterin und wie entsteht Arteriosklerose? (Link) und
  • Überblick: Erhöhte Cholesterinwerte (Link).

Wer etwas Nachhilfe dazu braucht, wie Infarkte entstehen: Dieses (englischsprachige) Video hilft auf die Sprünge: https://www.khanacademy.org/science/healthcare-and-medicine/heart-disease-and-stroke/v/heart-disease-and-heart-attacks.

Wenn ich nicht bei Facebook bin, bin ich nicht bei Facebook

StimmtHaltNicht – Wir hatten darüber berichtet, dass Facebook womöglich persönliche Daten wie die sexuelle Orientierung oder etwa die Parteizugehörigkeit von seinen Nutzern kennt, auch wenn diese die jeweiligen Daten gar nicht angegeben haben.

Nun ist bekannt geworden, dass Facebook wohl noch einen Schritt weiter geht und sogar die Daten von Nicht-Mitgliedern sammelt. Den Anstoß gab diesmal eine Facebook-Panne, bei der ungewollt Nutzerdaten an Dritte weitergegeben wurden. Das pikante: Es wurden wohl auch Daten von Personen publik, die nie Mitglieder des Netzwerkes waren. Facebook entschuldigte sich darauf öffentlich für das Malheur.

Schatten
Nicht bei Facebook und somit sind unsere Beziehungen privat? Pustekuchen: In sogenannten Schattenprofilen sammelt Facebook offenbar auch Daten von Nicht-Mitgliedern.

Im Blog Hyperland hat Giuseppe Paletta die Erkenntnisse aus der Panne und Stimmen dazu noch einmal schön zusammengefasst: Demnach könnten auf Facebook sogenannte Schattenprofile von Personen existierten, die sich nie im Netzwerk registriert haben. Diese Profile enthalten unter Umständen Daten wie Namen, E-Mail und Telefonnummer der Nicht-Nutzer.

Doch woher bekommt Facebook diese Daten? „Immer dann, wenn ein User neue Freunde auf Facebook durch die Option Freunde finden eingeladen hat, speicherte das Unternehmen Daten wie E-Mail oder Handynummer der Eingeladenen. Ohne deren Wissen und Zustimmung“, schreibt Paletta und verweist auf Packetstormsecurity. Die Experten für Onlinesicherheit haben bei Facebook nachgefragt, ob das Unternehmen diese Daten von Nicht-Nutzern löscht. Sinngemäß sei folgende Antwort gekommen: Die Daten von Dritten werden so behandelt, als wären sie Daten unserer registrierten Nutzer. Und damit könne Facebook diese auch so verwenden.

 

Quellen:

ZDF Hyoerland, Ich bin nicht bei Facebook. Oder doch?, http://blog.zdf.de/hyperland/2013/07/ich-bin-nicht-bei-facebook/

Packetstormsecurity, Facebook: Where Your Friends Are Your Worst Enemies,  http://packetstormsecurity.com/news/view/22713/Facebook-Where-Your-Friends-Are-Your-Worst-Enemies.html