„Bei ihm wirkt es, dann hilft es auch mir.“

StimmHaltNicht – Journalisten setzen gerne auf die erzählerische Kraft einer Geschichte. Das ist bei Medizinthemen nicht anders. Die Darstellung eines Einzelfalls wirkt nachvollziehbarer als abstrakte Informationen zu einer Therapie oder einem Risikofaktor.

Warum dieses Vorgehen oft nicht alles erklärt, hat der Mediendoktor in seinem aktuellen Blogeintrag Medizinjournalismus: Die trügerische Kraft des Einzelfalls sehr schön gezeigt. Unvollständig bleibt das Bild demnach immer, wenn außer der Fallgeschichte keine weitere Einordnung stattfindet. Anders gesagt: „[…] In der Darstellung medizinischer Therapien, Verfahren oder Medikamenten gibt es immer dann ein Problem, wenn ein solcher Einzelfall alleine (oder zwei oder drei) als Beleg für die Wirksamkeit der medizinischen Intervention genutzt wird. Ganz nach dem Motto: Seht her, dieser Person hat’s geholfen, also hilft es auch allen anderen.“

Was ist der Ausweg? Beim Mediendoktor heißt es: „Ein ernsthafter Journalist müsste eigentlich jedes Mal fragen, wenn jemand einen erfolgreichen Fall als Beleg für die Wirksamkeit (s)eines Verfahrens schildert: Und bei wie vielen hat es nicht funktioniert?“

Zum Weiterlesen
www.medien-doktor.de: Medizinjournalismus: Die trügerische Kraft des Einzelfalls

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